Gesundheit und (Erb-) Krankheiten bei unseren Haustieren

Ellenbogendysplasie (ED) beim Hund - von Dr. B. Tellhelm

Quelle: ©  Dr. B. Tellhelm, Fachtierarzt für Chirurgie, Chirurgische Veterinärklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen  

In den letzten Jahren werden bei Hunden als Lahmheitsursache im Bereich der Vordergliedmaßen immer

häufiger Erkrankungen des Ellbogengelenkes diagnostiziert.

Es handelt sich meist um chronische degenerative Arthropathien, die in den weitaus meisten Fällen ihre Ursache

schon in Erkrankungen des Gelenkes während der Wachstumsphase beim jugendlichen Hund haben. Durch

Wachstumsstörungen im Bereich der Gelenkflächen oder in den Wachstumszonen der gelenkbildenden Knochen

kommt es zu Inkongruenzen oder / und Instabilitäten, die im weiteren Verlauf, je nach Ausprägungsgrad, zu

mehr oder minder erheblichen Arthrosen führen.

Zu den Grunderkrankungen, die diese Arthrosen verursachen, zählen: isolierter Processus anconaeus (IPA),

fragmentierter (isolierter) Processus coronoideus medialis ulnae (FPC) Osteochondrose des condylus medialis

humeri (OCD), Inkongruenz/Stufenbildung und andere Anomalien des Gelenkknorpels.

1989 wurde in Davis, Kalifornien die International Elbow Working Group (IEWG) gegründet. Ziel dieser

Gruppe ist es, die Bemühungen zur Reduzierung dieser Erkrankungen weltweit zu koordinieren: Forschung,

Verbreitung von Informationen. Empfehlungen zum Führen von nationalen Registern und Aufklärung über die

oben aufgeführten Erkrankungen.

Obwohl medizinisch nicht korrekt, werden diese Erkrankungen unter dem Begriff "Ellbogengelenks Dysplasie -

ED" zusammengefasst. Die Mitglieder der IEWG stimmen darin überein, dass die Vererbung eine wesentliche

Rolle bei der Entstehung und Ausprägung der ED spielt.

Da die Grunderkrankungen häufig zu spät diagnostiziert werden, um sie erfolgreich zu behandeln, bzw. die

Behandlungserfolge unbefriedigend sind, wird, ähnlich wie bei der HD, eine züchterische Selektion empfohlen,

die auf der Basis von Röntgen-Reihenuntersuchungen erfolgt und das Ziel hat, gesunde Hunde zu züchten.

Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

Die Hunde müssen zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 15 Monate alt sein.

Die Röntgenaufnahmen müssen eine sehr gute technische Qualität haben. Das Aufnahmeformat sollte die Größe

18x24 nicht überschreiten. Streustrahlenraster sind nicht notwendig.

Quelle: ©  Dr. B. Tellhelm, Fachtierarzt für Chirurgie, Chirurgische Veterinärklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen 

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In den letzten Jahren werden bei Hunden als

Lahmheitsursache im Bereich der Vordergliedmaßen

immer häufiger Erkrankungen des Ellbogengelenkes

diagnostiziert.

Es handelt sich meist um chronische degenerative

Arthropathien, die in den weitaus meisten Fällen ihre

Ursache schon in Erkrankungen des Gelenkes

während der Wachstumsphase beim jugendlichen

Hund haben. Durch Wachstumsstörungen im Bereich

der Gelenkflächen oder in den Wachstumszonen der

gelenkbildenden Knochen kommt es zu

Inkongruenzen oder / und Instabilitäten, die im

weiteren Verlauf, je nach Ausprägungsgrad, zu mehr

oder minder erheblichen Arthrosen führen.

Zu den Grunderkrankungen, die diese Arthrosen

verursachen, zählen: isolierter Processus anconaeus

(IPA), fragmentierter (isolierter) Processus

coronoideus medialis ulnae (FPC) Osteochondrose

des condylus medialis humeri (OCD),

Inkongruenz/Stufenbildung und andere Anomalien

des Gelenkknorpels.

1989 wurde in Davis, Kalifornien die International

Elbow Working Group (IEWG) gegründet. Ziel dieser

Gruppe ist es, die Bemühungen zur Reduzierung

dieser Erkrankungen weltweit zu koordinieren:

Forschung, Verbreitung von Informationen.

Empfehlungen zum Führen von nationalen Registern

und Aufklärung über die oben aufgeführten

Erkrankungen.

Obwohl medizinisch nicht korrekt, werden diese

Erkrankungen unter dem Begriff "Ellbogengelenks

Dysplasie - ED" zusammengefasst. Die Mitglieder

der IEWG stimmen darin überein, dass die Vererbung

eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und

Ausprägung der ED spielt.

Da die Grunderkrankungen häufig zu spät

diagnostiziert werden, um sie erfolgreich zu

behandeln, bzw. die Behandlungserfolge

unbefriedigend sind, wird, ähnlich wie bei der HD,

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