Gesundheit und (Erb-) Krankheiten bei unseren Haustieren

gPRA beim Hund -  Stand April 2007 - Ergänzung März 2008 - Überarbeitung 09.2017 - Seite 1

Die gPRA = Generalisierte Progressive Retina Atrophie ist beim Kuvasz eine vererbte Augenkrankheit, die zur

vollständigen Erblindung führt, siehe auch Kuvasz - gPRA - Ruhr-Uni-Bochum Die PRA ist ein Sammelbegriff

für erbliche fortschreitende Netzhautdegenerationen mit verschiedenen genetischen Ursachen und Mechanismen.

Im wesentlichen wird dabei die Netzhaut durch lokale Stoffwechselfehler im Gewebe der Netzhaut

kontinuierlich fortschreitend zerstört. Die klinischen Erscheinungen sind sehr ähnlich bei den verschiedenen

Formen. Progressive Retina Atrophie führt letztendlich immer zur völligen Erblindung des Tieres. Eine Therapie

ist nicht möglich. Beim Mensch gibt es eine vergleichbare Erkrankung, die sogenannte Retinitis pigmentosa. Ein

Merkmals-Träger (= affected) und nur er, wird somit zwangsläufig immer erblinden.

Bis August 2006 gab es noch keinen direkten gPRA Gentest für die Rasse Kuvasz. Erkrankte Hunde waren zum

Zeitpunkt der Erblindung teilweise schon 6 Jahre alt und somit wurde das krankmachende Gen jahrelang an

Nachkommen weitergegeben, ohne dass der Züchter davon wusste, oder es rechtzeitig bemerkte. Auch der

"normale" Kuvaszok Halter wurde seitens seiner Tierärzte nicht immer über die Ursache der Erblindung

aufgeklärt.

Durch einige wenige engagierte Kuvaszok Besitzer / Züchter konnte in der Ruhr-Uni-Bochum dank der

Blutproben ihrer Hunde die Grundlage zur Gentestentwicklung auch beim Kuvasz gestartet werden. Die Firma

OptiGen in Amerika www.optigen.com hat dann durch weitere Forschungsarbeit das betreffende Gen  isoliert

und einen direkten Gentest auf gPRA für den Kuvasz entwickelt. Dadurch ist man jetzt in der Lage den Weg der

Vererbung nachzuvollziehen. 

Man unterscheidet die durch einen genetischen gPRA Test untersuchten Hunde in:

(OptiGen Bezeichnung)

CLEAR = FREI  (OptiGen A bzw. A1) Dies bedeutet, der Hund hat ZWEI GUTE KOPIEN des Chromosoms,

welches das Gen für gPRA enthält. Ein FREIER Hund wird deshalb weder an dieser Erkrankung leiden

noch kann er ein fehlerhaftes Gen an seine Nachkommen weiter vererben. Er ist beides: klinisch und

genetisch Frei (diese Hunde können weder erkranken, noch können sie das Defektgen vererben)

CARRIER = TRÄGER (OptiGen B bzw. B1) Dies heißt, dass der Hund EINE GUTE KOPIE und EINE

FEHLERHAFTE KOPIE im Chromosomen-Paar aufweist, welches das verantwortliche Gen für gPRA

enthält: Ein TRÄGER wird nicht selbst an gPRA erkranken, aber kann das fehlerhafte Gen weiter an seine

Nachkommen vererben. Er ist klinisch frei, aber ist genetisch ein TRÄGER.

AFFECTED = BEFALLEN (OptiGen C bzw. C1)  Dies bedeutet, dass der Hund ZWEI FEHLERHAFTE

KOPIEN des Chromosomen-Paares aufweist, welches das Gen für gPRA enthält. Befallene Hunde leiden

unter gPRA und werden automatisch das fehlerhafte Gen an ihre Nachkommen weiter vererben.

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Die gPRA = Generalisierte Progressive Retina

Atrophie ist beim Kuvasz eine vererbte

Augenkrankheit, die zur vollständigen Erblindung

führt, siehe auch Kuvasz - gPRA - Ruhr-Uni-Bochum

Die PRA ist ein Sammelbegriff für erbliche

fortschreitende Netzhautdegenerationen mit

verschiedenen genetischen Ursachen und

Mechanismen. Im wesentlichen wird dabei die

Netzhaut durch lokale Stoffwechselfehler im Gewebe

der Netzhaut kontinuierlich fortschreitend zerstört.

Die klinischen Erscheinungen sind sehr ähnlich bei

den verschiedenen Formen. Progressive Retina

Atrophie führt letztendlich immer zur völligen

Erblindung des Tieres. Eine Therapie ist nicht

möglich. Beim Mensch gibt es eine vergleichbare

Erkrankung, die sogenannte Retinitis pigmentosa.

Ein Merkmals-Träger (= affected) und nur er, wird

somit zwangsläufig immer erblinden.

Bis August 2006 gab es noch keinen direkten gPRA

Gentest für die Rasse Kuvasz. Erkrankte Hunde

waren zum Zeitpunkt der Erblindung teilweise schon

6 Jahre alt und somit wurde das krankmachende Gen

jahrelang an Nachkommen weitergegeben, ohne dass

der Züchter davon wusste, oder es rechtzeitig

bemerkte. Auch der "normale" Kuvaszok Halter

wurde seitens seiner Tierärzte nicht immer über die

Ursache der Erblindung aufgeklärt.

Durch einige wenige engagierte Kuvaszok Besitzer /

Züchter konnte in der Ruhr-Uni-Bochum dank der

Blutproben ihrer Hunde die Grundlage zur

Gentestentwicklung auch beim Kuvasz gestartet

werden. Die Firma OptiGen in Amerika

www.optigen.com hat dann durch weitere

Forschungsarbeit das betreffende Gen  isoliert und

einen direkten Gentest auf gPRA für den Kuvasz

entwickelt. Dadurch ist man jetzt in der Lage den

Weg der Vererbung nachzuvollziehen. 

Man unterscheidet die durch einen genetischen gPRA

Test untersuchten Hunde in:

(OptiGen Bezeichnung)

CLEAR = FREI  (OptiGen A bzw. A1) Dies

bedeutet, der Hund hat ZWEI GUTE KOPIEN

des Chromosoms, welches das Gen für gPRA

enthält. Ein FREIER Hund wird deshalb weder

an dieser Erkrankung leiden noch kann er ein

fehlerhaftes Gen an seine Nachkommen weiter

vererben. Er ist beides: klinisch und genetisch

Frei (diese Hunde können weder erkranken, noch

können sie das Defektgen vererben)

CARRIER = TRÄGER (OptiGen B bzw. B1) Dies

heißt, dass der Hund EINE GUTE KOPIE und

EINE FEHLERHAFTE KOPIE im Chromosomen-

Paar aufweist, welches das verantwortliche Gen

für gPRA enthält: Ein TRÄGER wird nicht selbst

an gPRA erkranken, aber kann das fehlerhafte

Gen weiter an seine Nachkommen vererben. Er

ist klinisch frei, aber ist genetisch ein TRÄGER.

AFFECTED = BEFALLEN (OptiGen C bzw. C1) 

 Dies bedeutet, dass der Hund ZWEI

FEHLERHAFTE KOPIEN des Chromosomen-

Paares aufweist, welches das Gen für gPRA

enthält. Befallene Hunde leiden unter gPRA und

werden automatisch das fehlerhafte Gen an ihre

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