Gesundheit und (Erb-) Krankheiten bei unseren Haustieren

HD-OCD-ED und sonstige unerfreuliche Leiden - Seite 1

Quelle: (Canosan - https://www.canosan.de/erkrankungen-des-bewegungsapparates--teil-2.aspx ) - Ergänzungen M. Treude -

Urtext Juni 2006 - Überarbeitung September 2017

Hüftgelenkdysplasie (HD) - Krankhafte Veränderung der Hüfte

(Häufigste Form der Gelenkerkrankungen beim Hund)

Die Hüftgelenksdysplasie ist die häufigste Skelettentwicklungsstörung beim Hund. Betroffen sind

Hunde aller Rassen, allerdings sind die mittelgroßen und großen Rassen deutlich vermehrt betroffen.

Die HD ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der sowohl das Erbgut, als auch Umwelteinflüsse,

wie z.B. Ernährung und Haltung, zu der fehlerhaften Skelettentwicklung führen. Trotz großer

zuchthygienischer Bemühungen konnte die Erkrankung bisher nicht wesentlich eingeschränkt

werden. Das Hüftgelenk wird gebildet durch den kugeligen Oberschenkelkopf und die Gelenkpfanne

des Beckenknochens, wobei Kugel und Pfanne im wahrsten Sinne des Wortes reibungslos ineinander

passen müssen. Eine zu flache oder ungenügend ausgebildete Pfanne oder ein deformierter oder

falsch gewinkelter Oberschenkelkopf führen jedoch dazu, dass sich die Kugel nicht in einer sie fest

umschließenden Schale bewegt, sondern in einer viel zu großen Mulde mit viel zu viel

Bewegungsspielraum umherrutscht. Diese Fehlentwicklung des Hüftgelenks führt nun dazu, dass der

Oberschenkelkopf im Wachstumsalter subluxiert oder luxiert. Durch die Fehlbelastung kommt es zu

degenerative Veränderungen am Gelenkknorpel. Außerdem können Kapselentzündungen und

Knochenwucherungen entstehen, so dass sich das Leiden zunehmend verstärkt. Tiere im Alter von 5 -

10 Monaten zeigen plötzlich ein- oder beidseitige Beschwerden und Bewegungsunlust. Sie haben

Schwierigkeiten beim Aufstehen und gehen immer wieder lahm, besonders nach Bewegung.

Oft hilft bei den Folgen von Skelettentwicklungsstörungen nur die OP - deshalb unbedingt

vorbeugen, so gut es geht!

 Bei älteren Hunden ist das Krankheitsbild vor allem durch die schmerzhafte, fortschreitende

Sekundärarthrose (so genannte Coxarthrose) geprägt. Eine deutliche Atrophie der Becken- und

Oberschenkelmuskulatur wird feststellbar. Zur Diagnose-sicherung dient die Röntgenuntersuchung,

die in Narkose durchgeführt werden sollte.

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unerfreuliche Leiden - Seite 1

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des-bewegungsapparates--teil-2.aspx ) - Ergänzungen M.

Treude - Urtext Juni 2006 - Überarbeitung September 2017

Hüftgelenkdysplasie (HD) - Krankhafte

Veränderung der Hüfte

(Häufigste Form der Gelenkerkrankungen beim

Hund)

Die Hüftgelenksdysplasie ist die häufigste

Skelettentwicklungsstörung beim Hund.

Betroffen sind Hunde aller Rassen, allerdings

sind die mittelgroßen und großen Rassen

deutlich vermehrt betroffen. Die HD ist eine

multifaktorielle Erkrankung, bei der sowohl das

Erbgut, als auch Umwelteinflüsse, wie z.B.

Ernährung und Haltung, zu der fehlerhaften

Skelettentwicklung führen. Trotz großer

zuchthygienischer Bemühungen konnte die

Erkrankung bisher nicht wesentlich

eingeschränkt werden. Das Hüftgelenk wird

gebildet durch den kugeligen Oberschenkelkopf

und die Gelenkpfanne des Beckenknochens,

wobei Kugel und Pfanne im wahrsten Sinne des

Wortes reibungslos ineinander passen müssen.

Eine zu flache oder ungenügend ausgebildete

Pfanne oder ein deformierter oder falsch

gewinkelter Oberschenkelkopf führen jedoch

dazu, dass sich die Kugel nicht in einer sie fest

umschließenden Schale bewegt, sondern in einer

viel zu großen Mulde mit viel zu viel

Bewegungsspielraum umherrutscht. Diese

Fehlentwicklung des Hüftgelenks führt nun

dazu, dass der Oberschenkelkopf im

Wachstumsalter subluxiert oder luxiert. Durch

die Fehlbelastung kommt es zu degenerative

Veränderungen am Gelenkknorpel. Außerdem

können Kapselentzündungen und

Knochenwucherungen entstehen, so dass sich

das Leiden zunehmend verstärkt. Tiere im Alter

von 5 - 10 Monaten zeigen plötzlich ein- oder

beidseitige Beschwerden und Bewegungsunlust.

Sie haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und

gehen immer wieder lahm, besonders nach

Bewegung.

Oft hilft bei den Folgen von

Skelettentwicklungsstörungen nur die OP -

deshalb unbedingt vorbeugen, so gut es geht!

 Bei älteren Hunden ist das Krankheitsbild vor

allem durch die schmerzhafte, fortschreitende

Sekundärarthrose (so genannte Coxarthrose)

geprägt. Eine deutliche Atrophie der Becken-

und Oberschenkelmuskulatur wird feststellbar.

Zur Diagnose-sicherung dient die

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