Gesundheit und (Erb-) Krankheiten bei unseren Haustieren

Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund - Seite 5

Wieso bestehen derartige Rassenunterschiede in der HD-Häufigkeit?

Bei verschiedenen Rassen kam die Krankheit schon zu Beginn der HD-Bekämpfung selten vor. Besonders

Schlittenhunde oder Jagdhunde, die seit jeher auf eine lebenslange Leistungsfähigkeit gezüchtet worden sind,

zeigen kaum HD; Hunde, die nach anstrengender Arbeit lahmten, wurden gar nicht erst zur Zucht verwendet.

Beim Hovawart waren schon vor der Einführung der HD-Kontrolle viele Hunde dysplasiefrei, deshalb konnte

seit jeher eine strenge Selektion durchgeführt werden.

Die wichtigsten Gründe für den hohen HD-Anteil in verschiedenen Rassen sind die Verwendung dysplastischer

Elterntiere (HD Grad C) zur Zucht und das weitgehende Fehlen einer Nachzuchtkontrolle. Beim Bernhardiner

rächte es sich, dass die Zuchttiere jahrelang nicht auf HD untersucht und Hunde trotz ausgeprägter HD zur

Zucht verwendet worden sind.

Bei vielen Rassen wurde bei der Auswahl von Zuchthunden zudem lange Zeit zu stark dem Exterieur und dem

Kampftrieb Bedeutung zugemessen. Gesundheitliche Aspekte wurden kaum berücksichtigt. Durch die intensive

Aufklärungsarbeit hat sich diese Sichtweise aber wesentlich geändert, heute wird der Gesundheit der Tiere mehr

Beachtung geschenkt.

 Der Anteil dysplastischer Hunde ist vermutlich höher als es die Zahlen in Abbildung 5 widerspiegeln.

Röntgenbilder von schwer dysplastischen Hunden werden nur selten zur offiziellen Beurteilung eingesandt, da

die Züchter um ihren guten Ruf als HD-freie Zuchtstätte fürchten. Auch Bilder von dysplastischen Tieren, die

vor der Körung wegen Bewegungsstörungen geröntgt werden, gelangen kaum je zur Auswertung. Dieses

Vorgehen behindert den Fortschritt enorm, da es dadurch nicht möglich ist, die Zuchterfolge zu überprüfen und

die Zuchtvorschriften anzupassen. Zudem werden Berechnungen zur Erblichkeit (Heritabilität) der HD

verfälscht. Die Züchter und Hundebesitzer betrügen sich so selber um ihre Bemühungen, die HD-Häufigkeit

nachhaltig zu senken.

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Wieso bestehen derartige Rassenunterschiede in der

HD-Häufigkeit?

Bei verschiedenen Rassen kam die Krankheit schon

zu Beginn der HD-Bekämpfung selten vor. Besonders

Schlittenhunde oder Jagdhunde, die seit jeher auf eine

lebenslange Leistungsfähigkeit gezüchtet worden

sind, zeigen kaum HD; Hunde, die nach anstrengender

Arbeit lahmten, wurden gar nicht erst zur Zucht

verwendet. Beim Hovawart waren schon vor der

Einführung der HD-Kontrolle viele Hunde

dysplasiefrei, deshalb konnte seit jeher eine strenge

Selektion durchgeführt werden.

Die wichtigsten Gründe für den hohen HD-Anteil in

verschiedenen Rassen sind die Verwendung

dysplastischer Elterntiere (HD Grad C) zur Zucht und

das weitgehende Fehlen einer Nachzuchtkontrolle.

Beim Bernhardiner rächte es sich, dass die Zuchttiere

jahrelang nicht auf HD untersucht und Hunde trotz

ausgeprägter HD zur Zucht verwendet worden sind.

Bei vielen Rassen wurde bei der Auswahl von

Zuchthunden zudem lange Zeit zu stark dem

Exterieur und dem Kampftrieb Bedeutung

zugemessen. Gesundheitliche Aspekte wurden kaum

berücksichtigt. Durch die intensive Aufklärungsarbeit

hat sich diese Sichtweise aber wesentlich geändert,

heute wird der Gesundheit der Tiere mehr Beachtung

geschenkt.

 Der Anteil dysplastischer Hunde ist vermutlich

höher als es die Zahlen in Abbildung 5 widerspiegeln.

Röntgenbilder von schwer dysplastischen Hunden

werden nur selten zur offiziellen Beurteilung

eingesandt, da die Züchter um ihren guten Ruf als

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Bewegungsstörungen geröntgt werden, gelangen

kaum je zur Auswertung. Dieses Vorgehen behindert

den Fortschritt enorm, da es dadurch nicht möglich

ist, die Zuchterfolge zu überprüfen und die

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